Chronik - Hotel Nagerl Flughafen München
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Unsere Chronik

Landgasthof Nagerl

Erstmals genannt wird der Name Nagerl in Marzling im Jahre 1928 im Zusammenhang mit dem Kauf der Bahnhofsrestauration so der Name damals, durch die Großeltern des heutigen Besitzers.

Die Großeltern Josef und Krezentia Nagerl, gelernte Wirtsleute kamen aus Neufahrn/ Freising, wo sie von 1911 bis 1928 eine Gastwirtschaft mit Ökonomie als Pächter betrieben. Josef und Kreszentia Nagerl heirateten am 6. Juni 1903 in Freising, im selben Jahr übernahmen sie als Pächter die Gaststätte zum Jägerwirt in Freising.

Mit großem familiären Glück, ihnen wurden die drei Kinder Kreszentia, Josef und Maria Nagerl geboren, gepaart mit einem finanziellen Erfolg, führten sie den Jägerwirt bis zum Jahre 1911.

So kam das Angebot zur Übersiedelung nach Neufahrn zwecks Übernahme einer größeneren Gastwirtschaft mit Ökonomie Anno 1911 zum richtigen Zeitpunkt. Hier wurde auch ein Verkaufsladen für Fleisch- und Wurstwaren miteingerichtet. Der finanzielle Aufstieg, basierend auf Arbeit und Fleiß setzte sich fort.
Daraufhin wurden die Söhne Franz (Jahrgang 1914) und August Nagerl in Neufahrn geboren.

Kurz vor der Inflation 1932 wollten die Großeltern eine große Gast- und Landwirtschaft in Grüneck/ Freising erwerben. Der Kaufpreis lag bei ca. 400.000 Reichsmark. Wegen dem bevorstehenden Währungszusammenbruch wurde nichts aus dem An-/Verkauf.

Im Jahre 1928 als die Währung wieder stabil, die Geldmittel aber geringer waren, wurden die Großeltern in Marzling fündig. Die Bahnhofsrestauration wurde gekauft. Nebst der Gastwirtschaft mit Saal wurden mehrere Nebengebäude (Wurstküche, Schlachthaus, Remisen) sowie Stallungen und Scheune für Rinder, Pferde und Kleinvieh erworben. Denn zu dem Anwesen gehörte damlas üblich eine mittelgroße Ökonomie mit ca. 20 Tagwerk landwirtschaftlichen Grund. Der Kaufpreis war ca. 70.000 Reichsmarkt.

Sofort nach Erwerb des Anwesens wurde kontinuierlich weiter ausgebaut. Ein schattiger Biergarten wurde erstellt, Fremdenzimmer eingerichtet, ein Fleisch- und Wurstwarenverkauf installiert. Im Saal wurden Hochzeiten, Faschingsbälle und größere Veranstaltungen abgehalten. Das Bier wurde vom Hackl- Bräu in Freising mit eigenem Pferdewagen geholt und im angrenzenden Eiskeller gelagert. Bei allen Produkten welche in der Gastwirtschaft noch benötigt wurden war man Selbsthersteller.

Der vorprogrammierte Aufstieg/ Erfolg wurde dann 1939 durch den Kriegsanfang jäh unterbrochen. Die Söhne Josef, Franz (Jahrgang 1914) und August wurden eingezogen. August Nagerl blieb in Russland, der Großvater starb 1941. Der Sohn Josef kam 1946, der Sohn Franz (Jahrgang 1914) 1949 aus der Gefangenschaft zurück.

Nach der Übergabe des Anwesens 1951 an den Sohn Franz Nagerl (Jahrgang 1914) ehelichte dieser Emilie Kaupe. Nach einigen Jahren gaben sie die Nebenerwerbslandwirtschaft auf, verpachteten die Flächen und konzentrierten sich ganz auf die gastwirtschafliche Tätigkeit.
Eine moderne Kegelbahn, eine Wurstküche, Kühlanlagen und ein Schlachthaus wurden angebaut. Sohn Franz Nagerl jun. (Jahrgang 1952) wurde nach Freising in die Metzgerlehre gegeben. Er sollte frühzeitig auf die Übernahme des elterlichen Betriebes vorbereitet werden.

Früher als vorgesehen musste dann Franz Nagerl jun. einspringen. Nachdem plötzlichen Ableben seines Vaters 1975 übernahm er zunächst als Pächter in der dritten Generation den gastwirtschaftlichen Betrieb. Zu seinem Glück hatte er Ehefrau Christa von Anfang an, an seiner Seite, denn außer viel Arbeit, gab es noch so manche Probleme mit den Miterben. Nach der Erbaufteilung und Auszahlung der Miterben 1986 sind die Eheleute Franz und Christa Nagerl alleiniger Besitzer.

1980 wurde der Sohn Franz Nagerl jun. und 1985 die Tochter Sandra geboren.

1987 wurde der Betrieb komplett umgebaut. Es wurde zu einem modernen Hotelbetrieb umgestaltet. Das Unternehmen umfasst ca. 180 Sitzplätze in der Gastronomie und 21 Gästezimmer mit 33 Betten im Hotelbereich.

Der Familientradition folgend – immer den Blick nach vorne zu richten – haben sie die Zeichen unserer Zeit erkannt und mit dem vollkommenen Neubau, ihre Vorstellungen von einem modernen gastwirtschaftlichen Betrieb verwirklicht.

1997 gesellte sich ein sonniger Wintergarten mit etwa 50 Sitzplätzen hinzu.

2013 wurde die heutige Mönchstube komplett renoviert und mit moderner Konferenztechnik ausgestattet.

2015 wurde Franz Nagerl (Jahrgang 1980) als Mitgesellschafter in das Unternehmen mit integriert.

Und die Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben …

Landgasthof Nagerl Chronikfoto
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